Anwenderbericht von
Dr. med. Hans-Peter Dirks
Pneumologe und Internist, Allergologie und Umweltmedizin
Hocherfreulich erkennt der PC mit hoher Detailtreue und einer sehr hohen Arbeitsgeschwindigkeit die kompliziertesten Fachwörter aus dem medizinischen Sprachschatz ebenso wie aus der nicht fachmedizinischen deutschen Sprache. In wiederholten Ansätzen haben wir Spracherkennung in unserer Praxis in den letzten Jahren versucht. Erst mit den modernen Geschwindigkeiten der Computer und der Möglichkeit eines großen Arbeitsspeichers bewährt sich Spracherkennung als eine nicht mehr behindernde, sondern deutlich Zeit und Personal sparende Arbeitserleichterung.
Dieser Qualitätssprung in der Spracherkennung ist gerade in unserer jetzigen Zeit ein sehr großer Vorteil. Zum einen lassen die Orthographie- Kenntnisse unserer jüngeren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen häufig deutlich zu wünschen übrig und stellen trotz automatischer Fehlerkorrektur in den Textprogrammen eine erhebliche Belastung für alle Beteiligten dar. Zum anderen bedeutet eine hohe Geschwindigkeit mit fehlerfreiem Schreiben gesundheitliche Nachteile für die Schreibkraft, die oft Stunden in einseitiger Haltung verbringt. Zuletzt ist mit einer guten Spracherkennungssoftware und der aktuellen Computertechnik eine Schreibgeschwindigkeit möglich, die auch Spitzenkräfte aus diesem Beruf nur mit Mühe erreichen können. Damit ist das Preis-Leistung-Prinzip bei guter Spracherkennung Software eindeutig für diese entschieden.
In unseren Praxen, einer neurologisch-psychiatrischen Facharztpraxis und einer neurologisch-internistischen Facharztpraxis wird jeder Befund lesbar im Computer festgehalten. Dadurch entsteht sehr viel geschriebener Text jeden Tag.
Die derzeitige Diktatmenge ist eine bunte Mischung aus Textbausteinen, kurzen mit handgeschriebenen Texten und in den Computer durch Spracherkennung aufgenommene Texte. Die Textbausteine werden oft nur ergänzt und verändert. Mit der Hand werden nur noch sehr kurze Texte verfasst. In den Computer diktierten wir vorwiegend längere freie Texte, aber auch oft nur ganz kurze Texte mittels " Fachvokabular " verknüpft mit der "Dragon Spracherkennung" so ist die tägliche Schreibarbeit wieder sehr flüssig geworden. Der Arztbrief, wie auch die Gutachten sind beim direkten Diktat in den Computer einfach überwacht. Das Korrigieren ist eine Leichtigkeit.
Der Start der Diktatarbeit in der Spracherkennung ist heute sehr einfach, da ein großer medizinischer Wortschatz bereits ab Anfang zur Verfügung steht. Eine erweiterte Möglichkeit, der individuellen Texterkennung, insbesondere die individuelle Sprache und die individuellen Kontexte rasch richtig zu erkennen ist möglich. Dies geschieht doch das Einladen bereits vorhandener größerer Texte aus diversen Patientenakten oder Gutachten im Archiv des PC. Durch diese Datenmenge eigener Wortschöpfungen, eines medizinischen Sprachwortschatzes des jeweiligen Fachgebietes und eines ausgezeichneten Deutsch Wortschatzes in der Best-Match-Technik ist eine optimale Plattform für raschen Erfolg in der Spracherkennung möglich. Die Pflege des Vokabulars ist einfach. Der Wortschatz erweitert sich damit automatisch. Die Spracherkennung in der Genauigkeit startet bei momentanen Maschinengeschwindigkeiten und Speicherkapazitäten bei über 95 Prozent Fehlerfreiheit. Der Wortschatz ist regelmäßig zu speichern um die erreichte Qualität durch eine Hardware Fehler nicht zu verspielen.
Ergänzend ist zu bemerken, dass mit nur geringer Reduktion der Fehlergenauigkeit auch in jedem Emulator in Editoren einer Arztpraxis-Software diktiert werden kann. Zu berücksichtigen ist, dass dann Fehler und Korrekturen nicht in der Spracherkennung Software übernommen sind. Somit ist dies nur zu empfehlen wenn eine gewisse Vorleistung in der Spracherkennungs-Software durchgeführt wurde. Äußerst einfach und mit nur wenigen Abstrichen an Qualität kann auch direkt in Word diktiert werden.
